Wen-Sinn Yang

„Wen-Sinn Yang erwies sich in Technik und Ausdruck als würdiger Nachfolger Mstislav Rostropovitschs“, schrieb ein Kritiker 1995 über Wen-Sinn Yangs Interpretation von Dmitrij Schostakovitschs erstem Cellokonzert in der Alten Oper Frankfurt.

Der in Bern geborene Musiker taiwanischer Abstammung studierte bei Claude Starck (Zürich) und bei Wolfgang Boettcher (Berlin), später in Meisterkursen bei Janos Starker und David Geringas. Mit 24 Jahren wurde Yang 1989 als erster Solocellist im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks engagiert.

Seit dem ersten Preis beim Internationalen Musikwettbewerb in Genf 1991 tritt er in den bedeutenden Konzertsälen Europas und Asiens mit so renomierten Dirigenten wie Lorin Maazel, Sir Colin Davis, Wolfgang Sawallisch, Semyon Bychkov und Yuri Terminkanov auf. Weiterhin ist Wen-Sinn Yang regelmäßig Gast bei internationalen Musikfestivals in St. Moritz, Davos, Biel und Dresden wie bei den Weilburger und Ludwigsburger Schloßfestspielen.

Mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Lorin Maazel trat Yang 1996 mehrfach solistisch auf. So spielte er in München und auf der Japantournee den Solopart des „Don Quixote“ von R.Strauss sowie anläßlich des 50-Jährigen Jubileums der „Musica Viva“-Konzerte des Bayerischen Rundfunks das Cellokonzert „Music for Cello and Orchestra“ von Lorin Maazel (europäische Erstaufführung). Weitere Aufführungen folgten in den USA (Atlanta, Eröffnungskonzert der „Kulturolympiade“), Italien und Spanien. 1997 wurde Yang mit zwei Uraufführungen betraut: in Taipeh mit dem Cellokonzert von Huang-Long Pan und im Rahmen der Münchner „Musica Viva“-Konzerte des Bayerischen Rundfunks mit einem Cellokonzert von Kevin Volans.

Yang breites Repertoire ist auf mehreren CD-Einspielungen bei verschiedenen Labels wie Nimbus Records, KochSchwann, Tudor, Harmonia Mundi, Arts Music, Telos Records und Ambitus dokumentiert. Für La Vergne Classics hat er neben den 6 Solosuiten von J.S. Bach auch die Cellokonzerte von J.Haydn, P.I.Tschaikovski und Carl Yulevitch Davidoff eingespielt. Die Cellokonzerte von Antonin Dvorak und Robert Schumann sind bei Sonoris Records New York erschienen. Im Herbst 1999 werden vier Cellokonzerte von Luigi Boccherini sowohl als CD wie auch als DVD unter Arts Music herausgegeben.

Wen-Sinn Yang genießt auch als Pädagoge einen hervorragenden Ruf. Von 1995 bis 1997 unterrichtete er an der Musikhochschule Saarbrücken. Seither gibt er Kurse in Deutschland und in der Schweiz.

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