ANTONIO SPILLER
Der gebürtige Argentinier Antonio Spiller erhielt den ersten Geigen- und Bratschenunterricht von seinem Vater Ljerko Spiller, Professor für Violine und Kammermusik in Buenos Aires. In seiner Heimatstadt Buenos Aires gewann er mehrere Wettbewerbe und gastierte bereits früh mit dem Kammermusikensemble Camerata Bariloche in den USA , Südamerika und Europa. Mit Mitgliedern von solchen Niveau ist es nichr verwunderlich, daß die Camerata Bariloche Weltruhm erlangt hat, war 1973 anläßlich eines Konzertes mit dem Solisten Antonio Spiller in El País von Montevideo zu lesen.
Seine Entwicklung als Geiger hat - neben seinem Vater - ganz entscheidend Max Rostal geprägt, zu dem Antonio Spiller dank eines Stipendiums des Deutschen Akademischen Austausch-Dienstes (DAAD) für zwei Jahre nach Köln kam.
Im Anschluß daran - 1978 - erhielt Antonio Spiller eine Konzertmeisterposition beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in München, dessen Mitglied er bis Heute ist. Doch neben der Orchesterarbeit zieht es den Geiger immer wieder zur Kammermusik: Als Mitglied des Joachim-Koeckert-Quartetts und zusammen mit dem Münchner Streichtrio ( mit Ana Chumachenko, Oscar Lysy und Wolfgang Mehlhorn ) trat Antonio Spiller bei internationalen Festivals wie dem Mozart-Fest in Würzburg, den Engadiner Festwochen und dem Regensburger Frühling auf. 1991 gründete er mit der pianistin Silvia Natiello-Spiller und der Cellist Wen-Sinn Yang das Spiller Trio. Das Spiller Trio spielte in Japan, Argentinien, Israel, Zypern, Schweiz und Deutschland, und sie haben ihre vierte CD eingespielt.
Antonio Spiller ist außerdem Mitbegründer der Ingolstädter Orchesterwerkstatt, die jungen Musikern ermöglicht, unter so bedeutenden Dirigenten wie Sir Colin Davis, Kurt Sanderling, Yehudi Menuhin und Lorin Maazel Orchesterliteratur aufzuführen und Orchesterarbeit kennenzulernen.
Zu einer der Einspielungen, die Antonio Spiller aufgenommen hat, zählt eine vielfach hervorgehobene CD mit Klaviertrios von Heitor Villa-Lobos, die 1991 erschienen ist: So äußerte sich die Zeitschrift Diapason hymnisch: Die drei Musiker singen Villa-Lobos mit großer lyrischer Kraft und die englische Monatszeitschrift Gramophon schreibt: Mit Vergnügen hören wir die Trios, nicht nur wegen der Klangschönheit und der hohen Musikalität der Spieler. In der Musikzeitschrift The STRAD liest man über die CD mit Werken von E. Chausson: Spiller Trio:maßgeblich in Chausson Das SpillerTrio gibt eine herrliche Aufführung der Klaviertrio op.3 .........