SILVIA NATIELLO-SPILLER
Die Pianistin faszinierte durch einen lebendigen, nuancenreichen Klavierton, durch virtuose Spieltechnik und hellwache Musikalität, schrieb der begeisterte Kritiker, als Silvia Natiello-Spiller mit dem Klavierkonzert in Es-dur von Franz Liszt ihr Meisterklasse-Examen mit Auszeichnung ablegte. Das war im Jahr 1977 nach einem zweijährigen Studium bei Aloys Kontarsky an der Kölner Musikhochschule.
Die Argentinierin hatte sich zuvor in ihrer Geburtsstadt Buenos Aires bei Eduardo Melgar, Antonio De Raco und Lily Saslavsky ausbilden lassen und war Stipendiatin des Argentinischen Mozarteums.
Im Anschluß daran heimste sie gleich mehrere wichtige Preise in Südamerika ein: unter anderen gewann Silvia Natiello-Spiller 1974 den zweiten Preis im Klavierwettbewerb von Chile (Viña del Mar).Ausserdem nahm sie an Meisterkursen bei Sergio Lorenzi (Kammermusik) in Siena, bei Nikita Magaloff (Klavier) und Ljerko Spiller (Kammermusik) in Buenos Aires teil.
Bereits während ihres Studiums in Köln setzte sich die angehende Pianistin in bedeutenden Wettbewerben dem internationalen Vergleich aus. Beim Busoni-Klavierwettbewerb in Bozen erreichte sie 1976 die Schlußrunde und ein Jahr später wurde sie Preisträgerin beim Internationalen Klavierwettbewerb Maria Canals in Barcelona.
Seit 1978 lebt Silvia Natiello-Spiller in München. Inzwischen hat sie beim Bayerischen Rundfunk zahlreiche Klavierwerke eingespielt, darunter auch Ausgefallenes von Isaac Albéniz, Ferruccio Busoni, Alfredo Casella und Enrique Granados, aber auch Kompositionen von Gabriel Fauré, Franz Liszt, Bohuslav Martinu, Francis Poulenc, Alexander Scrjabin und Karol Szymanowski.
Ihre Konzerttätigkeit führte sie bisher als Solistin wie als Kammermusikpartnerin in die bedeutenden Metropolen Europas, Japan und Südamerika.
Biographie: Renate Ulm